Englische Contergan/Thalidomid Überlebende erhalten £ 20 Millionen
27. Dezember 2009
BBC News 23.12.2009 Gesundheits-Reporter Von Emma Wilkinson Übersetzung: Frederick Dove u. Bernhard Quiel
Thalidomid verursachte umfangreiche Behinderungen THALIDOMID Entwickelt in Deutschland in den1950er Jahren Beschrieben, wie ein “Wundermittel” gegen Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Husten und Erkältungen. Auch angesichts der Schwangerschaft, um die Symptome wie Morgenübelkeit zu lindern Im Jahr 1961 wird Contergan vom Markt genommen Betroffene Kinder leiden häufig unter fehlenden oder deformierten Gliedmaßen und starke Verkürzung der Arme oder Beine Contergan bewirkt auch Missbildungen der Augen und Ohren, Herz, Genitalien, Nieren und Magen-Darm-Trakt und viele Kinder starben vor der Geburt Bis Anfang dieses Jahres war nicht klar, wie Thalidomid die verursachten Missbildungen hervorruft, aber Wissenschaftler glauben, es beeinflusst das Wachstum neuer Blutgefäße in den sich entwickelnden Embryo |
Die britische Regierung hat Menschen, die behindert zur Weltkamen,nachdem ihre Mütter Contergan Produkte eingenommen hatten, zwanzig Millionen Pfund zugesprochen.
Weiterhin wird im britischen Parlament im neuen Jahr eine offizielle Entschuldigung für die Opfer der Katastrophe kundgegeben.
Es läuft seit mehreren Jahren eine Kampagne für die verstärkte Unterstützung der 466 in Großbritannien überlebenden Contergan Opfer.
Die zwanzig Millionen Pfund sollen über drei Jahre durch ein Versuchsprojekt des „Thalidomide Trust“ verteilt werden und, sollte das erfolgreich sein, könnte diese Regelung nach den ersten drei Jahren fortgesetzt werden.
Guy Tweedy, einer der Kampagnensprecher, beschrieb dieses Übereinkommen als „hoch erfreulich“. Er und seine Mitkämpfer hoffen, dass weitere fünf Millionen Pfund noch hinzukommen, sollten Schottland, Wales und Nordirland sich auch bereit erklären, finanzielle Beiträge zu zusteuern.
Laut der Aussage des britischen Gesundheitsminister, Mike O’Brien, würde diese Regelung Contergan Überlebenden helfen, ihre „zunehmenden und sich stetig ändernden Gesundheitsbeschwerden“ zu lindern in den kommenden Jahren des hohen Alters. … „Besonders möchte ich hervorheben die Arbeit des „Thalidomide Trust“ und der Mitglieder des Landesbeirats, die sich unermüdlich für die Contergan Überlebenden eingesetzt haben“[, sagte O’Brien].
In den siebziger Jahren zahlte der britische Contergan Hersteller, Distillers Biochemicals, nach einem Gerichtsverfahren ungefähr 28 Millionen Pfund.
Dr Martin Johnson, Direktor des „Thalidomide Trust“, sagte, dass die heutige Bekanntmachung das Ergebnis von sieben Jahren harter Arbeit des Kampagnenteams sei.
„Wir sehen dies als ein sehr erfolgreiches Ergebnis.“ Doch er fügte hinzu: „Im Jahre 1959, vor 50 Jahren, kam das erste Conterganbaby in Großbritannien zur Welt, und das Conterganunglück war das größte Unglück in diesem Land in Friedenszeit. Es ist also erstaunlich, wie lange es gedauert hat bis die britische Regierung zu diesem Beschluss kam.“
Dr. Johnson sagte, mit diesem Geld könnten Geschädigte ihre medizinische Behandlung bezahlen, die sonst nicht vom staatlichen Gesundheitswesen übernommen werden, und außerdem die Kosten decken von Änderungen an ihren Autos und Wohnungen, die sich als nötig erweisen, um weitere Gesundheitsschäden und Mobilitätsverlust zu vermeiden.
(BBC Online; 23/12/09; http://news.bbc.co.uk/1/hi/health/8428838.stm
London: Geld für Contergan-Opfer
24. Dezember 2009

Bild.de
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MITTWOCH, 23. DEZEMBER 2009, 20:33 UHR
Die britische Regierung will Contergan-Opfer mit insgesamt 20 Millionen Pfund (rund 22,5 Millionen Euro) entschädigen.
Jeder der 466 noch lebenden Geschädigten in Großbritannien bekommt damit knapp 43 000 Pfund. Die Hilfe soll ihnen in mehreren Teilbeträgen in den kommenden drei Jahren über eine Wohltätigkeitsorganisation zukommen. Der britische Pharmahersteller Distillers Biochemicals hatte den Patienten bereits in den 1970er Jahren eine Entschädigung in Höhe von 28 Millionen Pfund gezahlt. Das in Deutschland entwickelte Contergan war in Großbritannien unter dem Wirkstoffnamen Thalidomide zwischen 1958 und 1961 verkauft worden. Durch das Schlafmittel waren weltweit etwa 10 000 Babys zum Teil schwer fehlgebildet zur Welt gekommen.
Quelle: http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=10920220.html

ICTA Demonstration Thalidomid/Conterganopfer aus der ganzen Welt London-Deutsche Botschaft- 03.04.2008
Grünenthal und Bundesregierung müssen nun auch mit Contergan-Opposition verhandeln!
2. Dezember 2009
Köln, 30.11.2009 23:16:00
Pressemitteilung vom 30. November 2009
Bei der ersten demokratischen Urwahl der ordentlichen Mitglieder des Stiftungsrates und deren Stellvertreter der Conterganstiftung für behinderte Menschen haben die wahlberechtigten Conterganopfer für eine Überraschung gesorgt.
Nach dem amtlichen Endergebnis, das am 17.11.2009 durch eine öffentliche Stimmenauszählung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Gesundheit in Berlin ermittelt wurde, konnten die gewählten Kandidaten der Contergan-Opposition des Bundes Contergangeschädigter und Grünenthalopfer e.V. (BCG), der Internationalen Contergan Thalidomid Allianz (ICTA) und des Contergan-Netzwerkes (CN) gegenüber der gewählten Kandidatin des Bundesverbandes Contergangeschädigter e.V. (BV) mehr als die doppelte Anzahl der Stimmen der erfolgreich gewählten Kandidaten auf sich vereinen (insgesamt 1086 Stimmen).
Zwar erhielt die Kandidatin des BV, Margit Hudelmaier, mit 507 Stimmen einen der beiden Plätze als ordentliches Mitglied im Stiftungsrat. Jedoch wurde der Kandidat des BCG, Andreas Meyer, mit 441 Stimmen für den anderen Platz als ordentliches Mitglied gewählt. Die Kandidaten der ICTA, Udo Herterich (402 Stimmen), und des CN, Christian Stürmer (243 Stimmen), konnten mit ihrer Wahl die Plätze der beiden Stellvertreter für sich belegen. Die andere vom BV aufgestellte und beworbene Kandidatin, Maria Woll, schaffte es mit 205 Stimmen dagegen nicht.
“Damit wurde dem Märchen von der Alleinvertretungsberechtigung des Bundesverbandes ein deutliches Ende bereitet. Die Firma Grünenthal und die Bundesregierung müssen nun bei weiteren Entschädigungsverhandlungen die bisher als bloße ‘Splittergruppen’ diffamierte Contergan-Opposition mit an den Verhandlungstisch nehmen.” so Meyer, erster Vorsitzender des BCG.
Aus 40 Kandidaten, die sich aus dem Kreise der contergangeschädigten Betroffenen zur Wahl zur Verfügung stellten, konnten 2 ordentliche Mitglieder des Stiftungsrates und 2 Stellvertreter gewählt werden. Jedes wahlberechtigte Conterganopfer durfte 2 Stimmen abgeben. Die Kandidaten mit den beiden meisten Stimmen erhielten jeweils einen Platz als ordentliches Mitglied des Stiftungsrates. Die Kandidaten mit den drittmeisten und viertmeisten Stimmen bekamen jeweils einen Platz als Stellvertreter. Von den 2677 wahlberechtigten Contergangeschädigten gaben 1557 ihren Wahlumschlag ab. Aus 1423 gültigen Stimmenabgaben mit jeweils bis zu 2 Stimmen wurde sodann das Wahlergebnis ermittelt. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,16 %.
Ermöglicht wurde diese Urwahl durch das 2. Gesetz zur Änderung des Conterganstiftungsgesetzes vom 14.5.2009. Unter dem früheren Stiftungsgesetz wurden über 35 Jahre lang stets nur 2 Vertreter des BV in den Stiftungsrat und den Stiftungsvorstand der Conterganrentenstiftung berufen.
Mit Schreiben vom 27.11.2009 berief nun Bundesfamilienministerin von der Leyen die Kandidaten des BV, Margit Hudelmaier, und des BCG, Andreas Meyer, für die elfte Amtsperiode des Stiftungsrates der Conterganstiftung für behinderte Menschen als ordentliche Mitglieder des Stiftungsrates. Zugleich wurden die Kandidaten der ICTA, Udo Herterich, und des CN, Christian Stürmer, als Stellvertreter berufen. Die Amtszeit beginnt am 1.12.2009 und dauert 5 Jahre.
Das Ergebnis der Stiftungsratswahl wird wohl auch Auswirkungen auf die demokratischen Strukturen des BV haben. Denn bisher haben die Mitgliedsverbände des BV unabhängig von der Anzahl der von ihnen vertretenen Betroffenen jeweils nur mit einer Stimme abstimmen und wählen dürfen.
Meyer: “Das Schöne an der Demokratie ist, dass sie Realität und Wunschdenken voneinander scheidet. Dem Bundesverband ist nun eine Satzungsänderung anzuraten, nach der Mehrheitsentscheidungen und Vorstandswahlen seiner Mitgliedsverbände nun auch durch die Anzahl der von dem jeweiligen Mitgliedsverband vertretenen Conterganopfer repräsentiert werden.”
Die amtlichen Zahlen der Wahl können auf der Webseite der Conterganstiftung abgerufen werden:
www.conterganstiftung.de/aktuelles/index.htm
Das ausführliche Wahlprogramm des BCG-Kandidaten, Andreas Meyer, finden Sie auf der Webseite des BCG unter:
www.gruenenthal-opfer.de/Wahl_Andreas
Quelle: Pressemitteilung (635203)
Pressekontakt
BCG – Bund Contergangeschädigter
und Grünenthalopfer e.V.
c/o Herr Andreas Meyer (1. Vorsitzender)
Dohmengasse 7 , 50829 Köln
Email: bcg-brd-dachverband@gmx.de
Webseite: www.gruenenthal-opfer.de
Telefon : 0221 / 9505101
Fax: 0221 / 9505102
Mobil: 0172 / 2905974
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