Thalidomide Awareness (UK Version) 2009
29. Juni 2009
Thalidomide Awareness (UK Version) 2009 – Website www.thalidomid
Contergan-Opfer: “Ich lass mir nicht den Mund verbieten”
24. Juni 2009
Thalidomide Awareness (UK Version) 2009 – Website www.thalidomid

Contergan-Opfer: “Ich lass mir nicht den Mund verbieten”
Gericht entscheidet über Boykott-Aufruf
Das Kölner Landgericht verhandelt am Mittwoch (24.06.09) über den Boykott-Aufruf von Contergan-Opfern gegen Produkte der Unternehmerfamilie Wirtz. Im Februar hatte das Landgericht den Aufruf mit einer einstweiligen Verfügung untersagt.

Opfer rufen zum Boykott auf
Der “Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer” (BCG) hatte im Oktober 2007 zu einem Boykott gegen eine Reihe von Produkten der Unternehmer-Familie Wirtz aufgerufen. Anlass war der 50. Jahrestag der Markteinführung des thalidomidhaltigen Schlaf- und Beruhigungsmittels Contergan. Zur Firmengruppe gehören neben dem Pharma- und ehemaligen Contergan-Hersteller Grünenthal auch Unternehmen der Waschmittel-, Kosmetik- und Parfümherstellung. Diese klagten gegen den Boykottaufruf und erreichten im Februar 2009 eine einstweilige Verfügung. Bei jedem weiteren Boykottaufruf drohen dem BCG und seinem Vorsitzenden Andreas Meyer Ordnungsgeldstrafen bis 250.000 Euro oder ersatzweise sechs Monate Ordnungshaft.
Geschäftsführer sieht Angriff auf Arbeitsplätze
Audios und Videos zum Thema [Mediathek]
Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer http://www.gruenenthal-opfer.de/
Wirtz-Familie manipuliert Medien
23. Juni 2009
BCG – Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer e.V.
Wirtz-Familie manipuliert Medien
Presseerklärung
Die Pressemitteilung vom 19.6.2009 der Grünenthaleigentümerfamilie Wirtz, die sie unter dem Titel “Dalli-Gruppe verteidigt einstweilige Verfügung” verbreiten ließ, erweckt bewusst den falschen Eindruck, als sei in der gerichtlichen Auseinandersetzung vor dem Landgericht Köln um den Boykottaufruf gegen Produkte der Dalli-Werke, Mäurer & Wirtz sowie 4711 nur eine einstweilige Verfügung (EV) gegen den Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer e.V. (BCG) erwirkt worden.
Tatsächlich erwirkte die Wirtz-Familie über ihre oben genannten Firmen auch eine EV gegen den arm- und beinlosen Contergangeschädigten Andreas Meyer als Privatperson; und nicht bloß in seiner Eigenschaft als 1. Vorsitzender des BCG.
“Die Wirtz-Familie möchte damit den Medien gegenüber verschleiern, dass sie sich nunmehr 50 Jahre nach dem Conterganskandal an einem der Conterganopfer vergreifen. Vor dem Hintergrund, dass der Conterganstrafprozess 1970 zu Gunsten der Wirtz-Familie wegen Geringfügigkeit eingestellt wurde, kann dies nur bedeuten, dass in der öffentlichen Meinung die Täter zu Opfern und die Opfer zu Tätern gemacht werden sollen.” sagt Meyer.
Unzutreffend ist auch die Behauptung, die Dalli-Gruppe habe “aktuell und auch historisch nichts” mit dem Conterganskandal zu tun. Die Firma Grünenthal ist historisch als Tochterunternehmen aus der Dalli-Gruppe entstanden. Zudem wird in der Antragsschrift der Familie Wirtz vom 18.2.2009 auf Erlass der EV´s ausgeführt, dass der Gesellschafterstamm Dr. Hermann Wirtz 55,3 % und der Gesellschafterstamm Michael Wirtz 36,7 % der Dalli-Gruppe besitzt (S. 8). An Grünenthal ist der Gesellschafterstamm Michael Wirtz zu 25,5 % und der Gesellschafterstamm Dr. Hermann Wirtz zu 25,4 % beteiligt. Die Gesellschafterstämme Dr. Franz Wirtz und Dr. Andreas Wirtz sind an Grünenthal mit jeweils 12 % beteiligt (S. 9).
Bereits im Conterganstrafprozeß hatten die Verantwortlichen der Firma Grünenthal zugeben müssen, dass sie die Medien manipuliert haben.
Auch eine “unmittelbare Gefährdung Hunderter Arbeitsplätze” ist nicht in Sicht. “Es steht der Wirtz-Familie frei, zur Begleichung der conterganbedingten Ursprungs- und Folgeschäden in Höhe von 8 Milliarden € über ihr Firmenkonsortium einen zinslosen Kredit bei der KfW-Bank aufzunehmen. In einem solchen Fall wäre ich der Erste, der zu einem Kauf der Produkte dieser Firmen aufrufen würde.” so Meyer.
Prozesstermin
Datum: 24. Juni 2009
Uhrzeit: 13:50 Uhr
Raum: Saal 7 (Erdgeschoss)
Ort: Landgericht Köln
Luxemburger Str. 101
50939 Köln
Die Antragsschrift auf Erlass der EV´s vom 18.2.2009, unsere Widerspruchsbegründung vom 9.6.2009 und der Beschluss des Landgerichts Köln zum Erlass der einstweiligen Verfügungen vom 24.2.2009 können wir Ihnen auf Wunsch als PDF-Datei zur Verfügung stellen.
Über uns:
Der BCG ist eine neue Bundesorganisation für Contergangeschädigte, die frei und unabhängig von der Einflussnahme seitens der Conterganherstellerfirma Grünenthal GmbH und deren Handlangern die Interessen der Conterganopfer bundesweit vertritt. Dringlichstes Ziel des BCG ist es, den contergangeschädigten Betroffenen ein selbstbestimmtes und emanzipiertes Leben in Menschsein und Würde zu erhalten und ermöglichen. Daher setzt sich der BCG mit medienwirksamen Maßnahmen dafür ein, dass die Firma Grünenthal GmbH alle Schäden mit samt ihren Folgewirkungen für die Lebenssituation der Contergangeschädigten ersetzt. Der BCG leistet zudem individuelle Hilfe zur Selbsthilfe bei allen pädagogischen, psychologischen, medizinischen, alters- sowie pflegebedingten, sozialen und beruflichen Belangen der vertretenen Betroffenen zur Rehabilitation, Integration und gleichberechtigten Teilhabe an und in der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit. Der BCG ist Ansprechpartner für die Medien, die Bundesregierung, die dafür zuständigen Ministerien, Verwaltungen und Behörden zu allen Themen rund um den Wirkstoff Thalidomid. Der BCG nimmt zu allen Themen rund um den Wirkstoff Thalidomid öffentlich Stellung. Ein weiteres Thema des BCG ist von Hause aus die Korruption in all ihren gesellschaftlichen Facetten, weil der bisherige Ausgang des Conterganskandals nicht ohne das Vorhandensein von Korruption zu erklären ist. Der BCG betrachtet die Korruption als sozialschädlichste Geißel jeder Gesellschaftsordnung, weil sie die individuelle Freiheit und Unversehrtheit des Einzelnen sowie die demokratischen und sozialstaatlichen Strukturen eines jeden Gemeinwesens zerstört. Der BCG möchte daher auch zwischen den Sozialverbänden und solchen Organisationen, die sich der Offenlegung und Ächtung der Korruption angenommen haben, eine Schnittstelle bilden, in der ein Zusammenhang aufgezeigt wird zwischen der in einer Wohlstandsgesellschaft eigentlich unnötigen sozialen Bedürftigkeit und der Korruption als deren wirkliche soziale Ursache.
Kontakt:
BCG – Bund Contergangeschädigter
und Grünenthalopfer e.V.
c/o Herr Andreas Meyer (1. Vorsitzender)
Dohmengasse 7 , 50829 Köln
Email: bcg-brd-dachverband@gmx.de
Webseite: www.gruenenthal-opfer.de
Telefon : 0221 / 9505101
Fax: 0221 / 9505102
Mobil: 0172 / 2905974
Grünthaleigner-Familie Wirtz zerrt Conterganopfer Andreas Meyer vor Gericht!
19. Juni 2009
*Pressemitteilung*
Am 24 Juni 2009 um 13:50 Uhr im Landgericht Köln findet der Prozess gegen Andreas Meyer (Conterganopfer) statt.
*Pressemitteilung*
2 Jahre nach dem erfolglosen Versuch, die Ausstrahlung des Conterganspielfilms zu verhindern, führen die Eigentümer des Grünenthal-Wirtz-Konzerns erneut einen Prozess in Sachen Contergan.
Diesmal zitieren sie jedoch die Conterganopfer selbst vor Gericht: Die Wirtz-Familie erwirkte über ihre Firmen Dalli-Werke, Mäurer & Wirtz und
4711 beim Landgericht Köln gegen den arm- und beinlosen Contergangeschädigten Andreas Meyer eine einstweilige Verfügung. Eine weitere einstweilige Verfügung dieser Firmen richtet sich gegen den von Meyer mit gegründeten Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer e.V. (BCG). Meyer und der BCG hatten im Oktober 2007 anlässlich des 50.
Jahrestages der Markteinführung von Contergan ihre Mitbürger zu einem freiwilligen Boykott von Dalli-Waschmittel, der Parfum und Aftershave-Kollektionen Tabac, Nonchalance, Tosca und 4711 (alles Produkte der genannten Firmen) aufgerufen. Die Medien haben über den Boykottaufruf ausführlich berichtet. Mit den einstweiligen Verfügungen soll dies nun Meyer und dem BCG untersagt werden.
In ihrer Antragsschrift lässt die Wirtz-Familie über ihre Firmen Dalli-Werke etc. ausführen, dass der Boykottaufruf schon deswegen verwerflich sei, weil Meyer und der BCG damit wirtschaftliche Interessen im Sinne eines Zugewinns für alle Conterganopfer verfolgen würden.
Tatsächlich setzen sich Meyer und der BCG seit Jahren medienwirksam dafür ein, dass die Eigentümerfamilie Wirtz des Conterganherstellers Grünenthal den Conterganopfern endlich eine gerechte Entschädigung zukommen lässt. Meyer: “Mit einer solchen Begründung wird der jahrzehntelange Kampf der Opfer um eine gerechte Entschädigung als bloßes Gewinnstreben diffamiert. Skrupelloser kann man nicht von seiner eigenen Verantwortung an dem Elend Tausender ablenken wollen.”
Meyer und der BCG werden anwaltlich vertreten von Herrn Professor Dr.
Jan Hegemann der renommierten Anwaltssozietät HOGAN & HARTSON RAUE in Berlin, die bereits die Ausstrahlung des Conterganspielfilms erfolgreich gegen Grünenthal und dem Rechtsanwalt Karl-Hermann Schulte-Hillen durchsetzen konnte. Verhandelt wird am 24.6.2009 im Kölner Landgericht.
Sollten die einstweiligen Verfügungen aufrechterhalten bleiben, drohen Meyer und dem BCG bei jedem weiteren Boykottaufruf ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 EUR oder ersatzweise 6 Monate Ordnungshaft.
“Ordnungsgeld? Durch Contergan bin ich zeitlebens Sozialhilfeempfänger.
Mögen sie meinen Rollstuhl pfänden kommen. 6 Monate Ordnungshaft? Ich habe bereits lebenslänglich durch meinen contergan-entstellten Körper.
Wie soll mich dies abschrecken? Die können mir ja noch nicht einmal Handschellen anlegen! ” sagt Meyer.
Datum: 24. Juni 2009
Uhrzeit: 13:50 Uhr
Raum: Saal 7 (Erdgeschoss)
Ort: Landgericht Köln
Luxemburger Str. 101
50939 Köln
*/Über uns:/
Der BCG ist eine neue Bundesorganisation für Contergangeschädigte, die frei und unabhängig von der Einflussnahme seitens der Conterganherstellerfirma Grünenthal GmbH und deren Handlangern die Interessen der Conterganopfer bundesweit vertritt. Dringlichstes Ziel des BCG ist es, den contergangeschädigten Betroffenen ein selbstbestimmtes und emanzipiertes Leben in Menschsein und Würde zu erhalten und ermöglichen. Daher setzt sich der BCG mit medienwirksamen Maßnahmen dafür ein, dass die Firma Grünenthal GmbH *_alle_* Schäden mit samt ihren Folgewirkungen für die Lebenssituation der Contergangeschädigten ersetzt. Der BCG leistet zudem individuelle Hilfe zur Selbsthilfe bei allen pädagogischen, psychologischen, medizinischen,
alters- sowie pflegebedingten, sozialen und beruflichen Belangen der vertretenen Betroffenen zur Rehabilitation, Integration und gleichberechtigten Teilhabe an und in der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit. Der BCG ist Ansprechpartner für die Medien, die Bundesregierung, die dafür zuständigen Ministerien, Verwaltungen und Behörden zu allen Themen rund um den Wirkstoff Thalidomid. Der BCG nimmt zu allen Themen rund um den Wirkstoff Thalidomid öffentlich Stellung.
Ein weiteres Thema des BCG ist von Hause aus die Korruption in all ihren gesellschaftlichen Facetten, weil der bisherige Ausgang des Conterganskandals nicht ohne das Vorhandensein von Korruption zu erklären ist. Der BCG betrachtet die Korruption als sozialschädlichste Geißel jeder Gesellschaftsordnung, weil sie die individuelle Freiheit und Unversehrtheit des Einzelnen sowie die demokratischen und sozialstaatlichen Strukturen eines jeden Gemeinwesens zerstört. Der BCG möchte daher auch zwischen den Sozialverbänden und solchen Organisationen, die sich der Offenlegung und Ächtung der Korruption angenommen haben, eine Schnittstelle bilden, in der ein Zusammenhang aufgezeigt wird zwischen der in einer Wohlstandsgesellschaft eigentlich unnötigen sozialen Bedürftigkeit und der Korruption als deren wirkliche soziale Ursache.
/Kontakt:/
*BCG – Bund Contergangeschädigter
und Grünenthalopfer e.V.*
c/o Herr Andreas Meyer (1. Vorsitzender) Dohmengasse 7 , 50829 Köln
Email: bcg-brd-dachverband@gmx.de
Webseite: www.gruenenthal-opfer.de
Telefon : 0221 / 9505101
Fax: 0221 / 9505102
Mobil: 0172 / 2905974
Fotos Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,grossbild-1013360-515829,00.
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