Top

Conterganopfer wollen Forderungen effektiver durchsetzen!

4. Januar 2011  

Conterganopfer wollen Forderungen effektiver durchsetzen

Pünktlich zum Jahreswechsel vereinbarten die Vorsitzenden bzw. Sprecher des Bundes Contergangeschädigter und Grünenthalopfer e.V. (BCG), des CND – Contergannetzwerkes Deutschland e.V., der Internationale Contergan und Thalidomid Allianz (I.C.T.A.), und des Untersuchungsausschusses Conterganverbrechen (U.A.C.), Udo Herterich (Sprecher der I.C.T.A. / Deutschland), Andreas Meyer (1. Vors. des BCG), Stephan Nuding (Sprecher des U.A.C.und Christian Stürmer (1.Vors. des CND) die gemeinsamen Eckpunkte zur Gründung einer Arbeitsgemeinschaft. Die Arbeitsgemeinschaft gibt sich den Namen “Conterganopfer-Aufbruch 2011” und erklärt für das Jahr 2011:


Contergan Opfer-Aufbruch 2011

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

«Wir sind uns einig,
dass wir keinen Keil mehr zwischen uns treiben lassen», hieß es in einer am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. «Wir wollen laut werden», sagte Christian Stürmer, Vorsitzender des Contergannetzwerkes Deutschland (CND) in Ostfildern.
.

Wir Geschädigten leiden immer noch an den Folgen:

Der Contergan-Skandal war einer der größten Arzneimittelskandale in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Firma Grünenthal hatte das Beruhigungsmittel Contergan im Oktober 1957 auf den Markt gebracht. Das Medikament verursachte Missbildungen bei Neugeborenen. Im November 1961 wurde das Schlafmittel vom Markt genommen. Zwischen 1958 und 1962 werden allein in Deutschland etwa 4.000 Kinder mit Missbildungen geboren, von denen 2.750 leben.

  • BCG, CND, I.C.T.A. und U.A.C. repräsentieren gemeinsam die große Mehrheit der Conterganopfer in Deutschland. Dementsprechend hat diese Arbeitsgemeinschaft jede Legitimation im Namen der Betroffenen Verhandlungen zu führen, Stellungnahmen abzugeben oder Vereinbarungen zu treffen. Wir fordern die Bundesregierung, die Grünenthaleigentümer-Familie Wirtz, das Wirtz-Konsortium und den Bundesverband auf, dieser Tatsache Rechnung zu tragen.
  • Die Arbeitsgemeinschaft gibt sich den Namen: “Conterganopfer-Aufbruch 2011″. Sie wird durch die Sprecher, bzw. Vorsitzenden der Mitgliedervereine, bzw. Gruppen (im Einstimmigkeitsprinzip) gemeinsam vertreten.
  • Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft werden, bei Beibehaltung der Unabhängigkeit der einzelnen Verbände und Gruppen sowie deren Forderungen, miteinander kooperieren. “Wir sind uns einig, dass wir keinen Keil mehr zwischen und treiben lassen”.
  • Als gemeinsame Mindestforderung einigte sich die Arbeitsgemeinschaft darauf, dass die Grünenthaleigentümer-Familie Wirtz mit ihrem gesamten Firmenkonsortium und die Bundesrepublik Deutschland in Gesamtschuldnerhaftung (also beide bis zur Erfüllung der gesamten Forderungen der Arbeitsgemeinschaft) so Schadensersatz leisten sollen, wie dies unter normalen zivilrechtlichen – (und schon lange öffentlich – rechtlichen) Haftungsmaßstäben üblich ist. Das bedeutet: Vollständiger Ausgleich aller Schäden, insbesondere des Erwerbsschadens (Verlust an Einkommen), Rentenschäden, Gesundheitsschäden etc. und ein entsprechendes Schmerzensgeld.
  • Die Arbeitsgemeinschaft “Conterganopfer – Aufbruch 2011″ fordert die Bundesregierung, das Wirtz-Konsortium und deren Eigentümer- familie Wirtz zur sofortigen Aufnahme von Gesprächen auf, die eine gerechte Regelung der berechtigten Ansprüche der Conterganopfer zum Ziel haben.
  • Die Arbeitsgemeinschaft fordert die Bundesregierung auf, endlich ihren fürsorglichen Pflichten den Conterganopfern nachzukommen und dafür zu sorgen, dass das Wirtz-Konsortium; einschließlich der Firma Grünenthal und ihrer Eigentümer, mit ihrem gesamten Vermögen für den angerichteten Schaden einsteht.
  • Die Arbeitsgemeinschaft fordert weiter eine Verschärfung des Arzneimittelgesetzes, insoweit die Herstellung und der Vertrieb von Arzneimitteln an eine gesetzliche Bedingung der Zuverlässigkeit geknüpft wird, die entfällt, wenn das entsprechende Unternehmen nicht von ihm angerichtete Schäden ausgleicht. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft erklären hierzu: “Es ist unerträglich, dass Pharma-Unternehmen ,wenn sie Schäden angerichtet haben, einfach weitermachen wie zuvor! Das ist gegenüber möglicherweise weiteren Opfern eine nicht zu akzeptierende Regelungslücke des Gesetzgebers. Verantwortungslosen pharmazeutischen Unternehmen gehört “das Handwerk gelegt”!

Historie

März 1971:
In Los Angeles wird ein Schadensersatzprozess gegen Richardson-Merrell eröffnet, der als einziger weltweit mit einem Urteil endet. Das Gericht spricht der Mutter einer contergangeschädigten Tochter 250.000, dem Kind selbst 2,5 Millionen Dollar Entschädigung zu. Noch bevor über einen Antrag auf Berufung entschieden werden kann, einigen sich beide Parteien auf einen Vergleich.

Never Walk Alone Nürnberg

17. November 2009  

Sternentaler unterstützt Never Walk Alone Nürnberg

Never Walk Alone Nürnberg

Never Walk Alone Nürnberg

.

.

.

.

.

.

.

.

Die Erfolgsstory Never Walk Alone Nürnberg e.V.

Der im Mai 2006 gegründete und eingetragene Bewegungssportverein feierte im Juni 2007 sein einjähriges Bewegungssportkonzept.

Nordic Walking, Radfahren, Laufen und Triathlon werden den Mitgliedern, ob Anfänger oder Fortgeschrittene, angeboten. Durch das enorme Medieninteresse und die Vielzahl von Berichten in der Presse ist der Verein und sein Übungsleiter nicht mehr aus der Bewegungssportszene in Nürnberg wegzudiskutieren. In der kurzen Vereinsgeschichte konnten enorme sportliche Erfolge erzielt werden. Nicht zuletzt durch das finanzielle Engagement der Kooperationspartner Autohaus Bronner, Langwasser, Bike Adventures, Zerzabelshof, Fitness-Studio Power Play, Schwaig und derSponsoren Autovermietung Lösch, Laufamholz, Beauty Cut, Friseursalon Mögeldorf und zahlreichenSpenden der Laufamholzer Geschäftswelt steht der Verein trotz aller Skeptiker da, wo er heute ist.

Mittlerweile zählt der Verein fast 100 Mitglieder, unter denen sich auch Triathlon-Weltmeister 2005 Faris Al Sultan, München,  Dr. Beat Knechtle, St.Gallen, fünffach Triathlon-Weltmeister 2007,Wigald Boning, Komiker und Quizmaster, Elke Streicher, Mitglied des DLV-Nationalteams im 24 Std.-Lauf und Dietmar Mücke, Deutscher Meister im 24 Std.-Lauf 2005 befinden.

Quelle: Never Walk Alone Nürnberg

Ich kann laufen so wie Du und ich laufe auf Dich zu

9. Januar 2009  

Als Ausdauersportlerin und Mama eines Sohnes mit Down-Syndrom erfuhr ich 2007 vom Marathonlauf von Simon Beresford.

Er ist Engländer, war damals 38 Jahre, hat das Down-Syndrom und ist den London Flora Marathon gelaufen.

Bis dahin war völlig unbekannt, dass Menschen mit Down-Syndrom ausdauerleistungsfähig sind.

Für Simon, dessen Familie und Verwandte alle Mitglieder im 100 Marathon Club UK sind…war das eine ganz normale Sache. Er lief schon seit Jahren und so wie bei anderen Läufern hatte er nun auch den Wunsch die 42,195km zu bewältigen.

Beieindruckt und ermutigt von dieser Leistung, fasste ich den Entschluß eine Laufsportmannschaft für Menschen mit Down-Syndrom zu gründen.

Was einer kann……können auch mehr….ganz einfach!

Ich machte mich bei der Lebenshilfe und bei Selbsthilfeorganisationen auf die Suche nach interessierten jungen Menschen und organiserte im Dezember 2007 das erste Probetraining mit 16 Sportlerinnen und Sportlern.

down_syndrom_marathon_003
Los gehts ….die ersten Trainingsläufe

Unser Motto : “Ich kann laufen so wie Du und ich laufe auf Dich zu”

Unser gemeinsames Ziel:
Die Teilnahme an ganz normalen öffentlichen Wettkämpfen als Staffelmannschaft. Erstmals beim Metropolmarathon 2008.

Im Vordergrund:
Die Freude an der Bewegung, das Gemeinschaftserlebnis und ein gesundheitsbewußtes Training ohne Streß.

Wir starteten das Training nach einer bewährten Methode.
Innerhalb eines halbstündigen Walkinglaufes wurden die Joggingsequenzen allmählich gesteigert. Nach drei Monaten joggen alle Sportler durch. Danach steigerten wir die Trainingszeit nach und nach auf eine Stunde. Heute nach 13 Monaten laufen wir einmal in der Woche zwei Stunden.

Wie entwickelten sich die Sportler?

Ganz unterschiedlich! Wir haben Genußläufer, Sprinter und Ausdauersportler. Und für jeden ist Platz in der Mannschaft. Ich habe 15 ehrenamtliche Coaches, die mich unterstützen. Mittlerweile sind 20 Sportler in der Mannschaft.

Wir sind dabei über Laufpatenschaften noch mehr Marathonis die Teilnahme zu ermöglichen. Hier möchten wir insbesondere die Menschen, die in Wohnheimen der Lebenhilfe Nürnberg und Fürth leben, die Möglichkeit zum Anschluß geben.

albin-und-heidi
Coach Heidi mit Marathoni Albin

2008 das Jahr der Wettkämpfe:

Unser erster Probelauf war der Fürthlauf.Hier liefen wir eine Staffel auf 10km und einer lief sogar die 10km voll durch.

dermarathoni-song
Jubel nach dem Fürthlauf…es wird gerade unsere Hymne “So wie Du” gespielt. Sie können Sie auf dem Mediaplayer meiner Website anhören.

Danach der Metropolmarathon mit der Marathonstaffel und einem Läufer auf dem HM in 2.28!. Simon Beresford und 25 Sportler vom 100 Marathonclub UK waren in 2008 mit angereist und liefen wir unsere erste Marathonstaffel und Simon seinen vierten Marathon. Alles kamen gesund und sehr glücklich ins Ziel.
oooooo
Simon unser Vorbild!

imzieljubel
Jubel im Ziel beim Metropolmarathon

Die Öffentlichkeit nahm großen Anteil und so fühlte sich die ganzen Mannschaft einfach mittendrin. Es war toll.

Nun wuchs der Ehrgeiz und der Traininsfleiß der Marathonis nochmal enorm.

Wir nahmen an einigen regionalen Läufen teil…..diesmal größtenteils nicht als Staffel sondern die Marthonis bewältigten die 7,4 oder 10 km alleine.

Wir waren auch noch in Berlin und trafen dort Simon Beresford bei seinem fünften Marathon, in Baden und in München wo uns unser Freund Dietmar Mücke begleitete.

logo_laufclubEs wurde Zeit einen eigenen Verein zu gründen:
Bisher war die Mannschaft sozusagen eine Privatinitiative der Familie Kinle. Doch einige Familien der Sportler kamen nun an ihre finanziellen und kräftemäßigen Grenzen.

Der gemeinnützige Laufclub Down-Syndrom Marathonstaffel e.V. mit dem Sitz in Fürth, unterstützt nun diese Familien.

Wir bezahlen Reisekosten, Laufschuhe, Bekleidung und dort wo eine Trainingsbegleitung durch die Familie nicht möglich ist Trainerstunden.

Außerdem hat der Verein das Ziel über die sportlichen Potentiale der Menschen mit DS aufzuklären. Wir haben Flyer gedruckt und eine Infowand, die wechselnd bei Wettkämpfen oder in Sportgeschäften ausgestellt wird.

Ist das alles nicht viel Arbeit?

Noch kein einziges Mal hatte ich den Eindruck, dass ich hier “arbeite” . Es ist eine große Freude, die Entwicklung der Sportler mitzuverfolgen. Es ist eine Bereicherung sie in Wettkämpfen zu begleiten und mit Ihnen gemeinsam ins Ziel zu kommen. Es ist ein Glück mitzuerleben wie sie sich verändern, selbsbewuster und zufriedener werden. Es schön zu sehen, wie Freundschaften geschlossen werden.

Unser Traum ist eine Teilnahme am London Marathon oder NY Marathon gemeinsam mit Simon Beresford

Und hier ist mein Sohn….der Anfang, der Grund und mein Antrieb :-)

187-08_lga_08541309240

Mit sportlichen Grüßen!
Anita Kinle, 1. Vorstand
Laufclub
Down-Syndrom Marathonstaffel e.V.
Eichenstraße 61
90 768 Fürth
Tel. 0911 – 72 05 66
Internet: www.down-syndrom-marathonstaffel.de

 

NDR Talk Show Bernhard Quiel unterstützt den Verein Down-Syndrom Marathonstaffel e.V. Club 21.

Bottom