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“Europa hängt schief, wie Grünenthal! Gleiche Abfindung! Überall!”

1. Juni 2010  

Europa hängt schief, wie Grünenthal!  Gleiche Abfindung! Überall! 1/2

Europa hängt schief, wie Grünenthal!  Gleiche Abfindung! Überall! 2/2

Europa hängt schief, wie Grünenthal! Gleiche Abfindung! Überall!

alt : Link

Quelle: http://www.kuhle-wampe-mc-quadrat.de/aktuell/?hist&show=20
http://www.i-c-t-a.org/aktuell/

http://www.i-c-t-a.org/fotostrecke/?dir=0000
http://www.kuhle-wampe-mc-quadrat.de/aktuell/?hist&show=18

EUROPA HÄNGT SCHIEF

Pünktlich zum “Bad in der Menge” auf dem Marktplatz Aachens schaltete sich ein akustischer “Whirlpool” ein: aus mindestens 15 Kehlen ertönte unüberhörbar eine Viertelstunde lang ca.150 mal:

“Europa hängt schief, wie Grünenthal!
Gleiche Abfindung! Überall!”

Im Hintergrund stand gut einsehbar für die Promis die schiefe Grünenthal-Contergan-Waage mit hunderten Schaulustigen drumherum, die über Flugblätter gut informiert waren, worum es hier ging.
Daß nämlich Michael Wirtz von der Firma Grünenthal im Karlpreis-Direktorium sitzt und Europa feiert, während die Contergan-Opfer europaweit höchst unterschiedlich und ohne Ausnahme viel zu schlecht abgefunden werden.
Daß zum Beispiel die Betroffenen in Spanien bis heute keinen Cent erhalten haben, weil sich Grünenthal bis heute hinter der Lüge des Faschisten Franco versteckt, es habe in Spanien kein Contergan gegeben.

Die anschließende Demo zum Landgericht, dem Kennedypark und dem Werk Grünenthal war dann sozusagen das Sahnehäubchen obendrauf.
Eingerahmt von zwei Polizeifahrzeugen fuhr der Feuerwehr-Transit mit der Waage auf dem Anhänger voraus und die gut behängte große Feuerwehr hinterdrein. Dazwischen sehr relaxed und souverän unsere kleine aber sehr, sehr feine Gruppe von ca. 20 Betroffenen und Symphis.

Kann man mehr von einem 13. Mai erwarten, der mit knapp 5 Grad Celsius begonnen und ausnahmsweise den Regen mal kurz eingestellt hatte?

Ich finde: NEIN!

Von Nord (Borken), Süd (München) und Ost (Dortmund, Bochum) brachten wir mehrere Tausend Kilometer Anfahrts-Strecke zusammen und vertraten damit bundesweit einige tausend Betroffene, die gerne dabei gewesen wären, aber aus den verschiedensten Gründen nicht gekonnt hatten.
Und es waren aus diesen Richtungen nicht nur die Personen, sondern mit ihnen auch Plakate, Nudelsalate, Frikadellen, heißer Kaffee, etc. angereist.
Wie gesagt: eine sehr, sehr feine Gruppe, die eine Menge Perspektive für die Zukunft bietet.

Zum Beispiel zum Internationalen CHIO in Aachen.

Auch hier baden sich die Grünenthaler gerne in der “High Society” bzw. “haute volée” Aachens und werden sehr ungern daran erinnert, daß doch Contergan “zu ihrer Firmengeschichte gehört”, wie sie durchaus selbstkritisch, aber äußerst versteckt, auf ihrer eigenen Homepage vermerken.

Von dieser Homepage (grunenthal.com) kommen seit Himmelfahrt täglich 10 bis 20 Besucher auf unsere Homepage. Ob es Michael Wirtz persönlich ist oder “nur” seine Werbe-Manager sei dahingestellt. Aber es macht Mut und Hoffnung. Schließlich fängt ein vernünftiger Dialog nicht ohne “Zuhören” an.

Dieser Himmelfahrtstag hat eine Menge bewegt.

Zunächst einmal uns selber, die wir vor einem halben Jahr mit den Vorbereitungen angefangen hatten und im Verlaufe dessen unschätzbare Erfahrungen gemacht haben. Allein die Anmeldung dieser “Versammlung” war ein Erlebnis der besonderen Art. Selten soviel Sympathie und gleichzeitig Stolpersteine zwischen die Beine geworfen bekommen.
Das Größte an dieser Aktion war dann am Tag selber die Truppe, die trotz Kälte und Regen im äußersten Westen der Republik zusammengekommen ist. Auf die kann man sich verlassen. Bei denen weiß man, woran man ist. Die haben Biss und wissen ihre Mitbetroffenen solidarisch zu vertreten.
Viele haben uns zugemailt, daß sie liebend gerne gekommen wären, aber hunderte Kilometer, Kosten, Termine und nicht zuletzt auch fehlende Gesundheit im Wege standen.
Vielen, vielen Dank all denen! Wir haben gerne, wirklich gerne für Euch mit demonstriert und werden dies auch beim nächsten Mal genauso wieder tun.

Wir werden nun schauen, daß sich der Aufwand mit der Waage noch eine Weile weiter lohnt. Mit anderen Worten: wir werden mit dem Anhänger noch eine Weile in der Stadt rumfahren und ihn vor Grünenthal und an anderen passenden Plätzen abstellen.
Dies werden wir natürlich nicht “unbewacht” machen können, sonst ist die Waage plötzlich so lädiert wie Grünenthal.

Viele Grüße und nochmal vielen Dank

Moni und Rainer

Menschenkette Berlin 5. Mai 2010 (Contergan Demo Berlin)

17. Mai 2010  

Menschenkette am 05. Mai 2010 in Berlin vom Brandenburger Tor zum Reichstag. Zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

Müssen sie sich erst kreuzigen?

10. Mai 2010  

Dokumentarfilm über die spanischen Contergangeschädigten. Kampf für Gerechtigkeit und Entschädigung mit den britischen Contergan-Opfer.

Gleichstellung für alle! UN-Behindertenrechtskonvention

8. Mai 2010  

Gleichstellung für alle
Anlässlich des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen haben diverse Verbände, Vereine, aber auch Einzelpersonen am Mittwoch eine Menschenkette gebildet.

 

Unter dem Motto „Inklusion – Dabei sein von Anfang an“ wurde ein Licht weitergegeben und so symbolisch das Brandenburger Tor mit dem Deutschen Bundestag verbunden. Ziel der Aktion war es, der Politik den Weg zur Inklusion, also zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung, zu weisen. So forderten die Teilnehmer unter anderem, die UN-Behindertenrechtskonvention rasch umzusetzen und ein umfassendes Diskriminierungsverbot.

 

Mittwoch, den 05.Mai 2010

Mittwoch, den 05.Mai 2010

Was Contergan so gefährlich machte

12. März 2010  

ZEIT-ONLINE.

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. DATUM 12.3.2010 – 11:09 Uhr . QUELLE ZEIT ONLINE, dpa

Der Conterganskandal ist beispiellos in der Medizingeschichte: Jetzt haben Forscher herausgefunden, wie dessen Wirkstoff Thalidomid Fehlbildungen ausgelöst haben könnte.

© Stefan Puchner/dpa

Japanische Forscher könnten herausgefunden haben, wie Thalidomid Fehlbildungen verursacht

Japanische Forscher könnten herausgefunden haben, wie Thalidomid Fehlbildungen verursacht

Schwangere nahmen es als Mittel gegen morgendliche Übelkeit mit verheerenden Folgen. Als Beruhigungs- und Schlafmittel gepriesen, führte Contergan in den 1960-er Jahren zu einem beispiellosen Medizinskandal. Der Wirkstoff Thalodomid schädigte die Entwicklung von Embryos im Mutterleib. Frauen brachten Säuglinge mit verstümmelten Armen, Beinen oder Ohren zur Welt. Rund 10.000 Babys waren weltweit betroffen. Wie der Wirkstoff die Fehlbildungen allerdings auslöste, war bis vor kurzem gänzlich unbekannt.

Japanische Forscher sind durch Tierversuche nun einen Schritt weitergekommen: Sie fanden heraus, dass Thalidomid an das körpereigene Eiweiß Cereblon (CRBN) bindet und es blockiert. Takumi Ito und seine Kollegen vom Institut für Technologie in Tokio schreiben im Wissenschaftsmagazin Science, dass CRBN in einem Komplex von körpereigenen Stoffen wirke, der maßgeblich für die Entwicklung von Gliedmaßen im Embyro verantwortlich sei. Durch die Thalidomid-Bindung jedoch werde das Eiweiß in seiner Aufgabe behindert.

Dies könnte direkt zur Fehlbildung in den ungeborenen Säuglingen führen. Noch ist aber nicht eindeutig klar, ob dies der einzige und ausschließliche Mechanismus ist. Thalodomid könne zudem dazu beitragen, dass sich Gefäße nicht richtig entwickeln oder sich Substanzen bilden, die einzelne Zellen schädigen.

Hinzu kommt, ob die Forschungsergebnisse, die an Zebrafischen und Hühnern erzielt wurden, überhaupt auf den Menschen übertragbar sind. Dennoch wollen die Wissenschaftler ihre Erkenntnisse nutzen, um “sichere” Thalidomid-Formen zu entwickeln und suchen nun nach Möglichkeiten, die katastrophalen Nebenwirkungen auszuschalten. Denn schwere Lepra-Formen und Knochenmarkkrebs lassen sich zum Teil wirksam mit dem Wirkstoff behandeln.

Doch auch diese Behandlung ist offenbar nicht ungefährlich. In Südamerika wurde auch schwangeren Lepra-Patientinnen Thalodomid verabreicht. Daraufhin kam es zu vermehrten Fällen von Säuglingen mit Fehlbildungen. Ob ein direkter Zusammenhang zwischen dem Contergan-Wirkstoff und den Fehlbildungen besteht, ist aber nicht eindeutig geklärt.

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    WirkstoffMedizin |BehinderterForschung

    BBC Online Thalidomid Wirkung Rätsel gelöst

    12. März 2010  

    halidomid Wirkung Rätsel gelöst

    Quelle: BBC Online Thalidomid Wirkung Rätsel gelöst

    “Berlin wirbt um Brasilien.” Besuch von Außenminister Guido Westerwelle – Stationen Brasilia, Sao Paulo, Rio de Janeiro.

    12. März 2010  

    “Berlin wirbt um Brasilien.” Financial Times Deutschland. Besuch von Außenminister Guido Westerwelle – Stationen Brasilia, Sao Paulo, Rio de Janeiro. Günter Nooke: “Unsägliche Folterpraxis in Brasilien.” ThyssenKrupp in Rio de Janeiro. Peter Scholl-Latour, Helio Bicudo, jüdischer Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew.

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    Die UNO-Menschenrechtskommission in Genf befaßt sich mit dem Gefängnishorror in Lateinamerikas größter Demokratie.

    Die UNO-Menschenrechtskommission in Genf befaßt sich mit dem Gefängnishorror in Lateinamerikas größter Demokratie.

    Quelle:http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/08/berlin-wirbt-um-brasilien-financial-times-deutschland-besuch-von-ausenminister-guido-westerwelle-gunter-nooke-unsagliche-folterpraxis-in-brasilien/

    Tim Cahill (Mitte), Brasilienexperte von Amnesty International in London, in Slum von Sao Paulo.

    Tim Cahill (Mitte), Brasilienexperte von Amnesty International in London, in Slum von Sao Paulo.

    : “Das große Problem Brasiliens ist heute, daß der offizielle Diskurs nichts mit der politischen Praxis zu tun hat. Es wird weiter gefoltert und exekutiert, die Lage in den Gefängnissen ist nach wie vor grauenhaft und es gibt weiterhin Todesschwadronen und Sklavenarbeit. Echte Reformen werden durch wirtschaftliche und politische Interessen verhindert.”

    http://www.ftd.de/politik/international/:suedamerika-strategie-berlin-wirbt-um-brasilien/50085593.html?page=2

    http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/chile-westerwelle-reist-ins-erdbebengebiet_aid_487193.html

    Gefängnishorror unter Lula und Genfer UNO-Menschenrechtskommission: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/08/gefangnisse-unter-lula-uno-menschenrechtskommission-in-genf-befast-sich-erstmals-mit-gegen-gesetz-und-verfassung-verstosenden-haftbedingungen-im-teilstaat-espirito-santo-dossier-mit-fotos-von-zerstu/

    Gefangenenpriester Günther Zgubic aus Österreich: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/osterreichischer-pfarrer-und-gefangenenseelsorger-gunther-zgubic-in-brasilien-weiter-folter-in-allen-varianten-eine-deutsche-frau-wurde-unglaublich-mit-elektroschocks-kaputtgemacht-psychisch-ner/

    http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/09/gunther-zgubic-gefangenenpriester-aus-osterreich-etwa-15-millionen-brasilianer-leiden-hunger-das-offentliche-gesundheitswesen-ist-eine-katastrophe-die-offentlichen-schulen-sind-miserabel-doch/

    Milliardäre Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/11/18-brasilianische-milliardare-auf-neuer-forbes-liste-schuler-in-buchkirchenosterreich-spenden-fur-verelendete-kinder-in-der-achtgrosten-wirtschaftsnation-brasilianer-eike-batista-ist-mit-27-milliar/

    “Trotz des Anti-Folter-Gesetzes wird in ganz Brasilien weitergefoltert”: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/24/trotz-des-anti-folter-gesetzes-wird-in-ganz-brasilien-weitergefoltert-nicht-selten-aus-sadistischem-vergnugen-am-foltern-cecilia-amin-castro-exekutivsekretarin-der-kommission-fur-gerechtigkeit/

    “Brasilien kein Rechtsstaat”: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/brasilien-ist-kein-rechtsstaat-war-nie-ein-rechtsstaat-konstatiert-bundeszentrale-fur-politische-bildungbonn-in-einer-analyse-des-lateinamerikaexperten-rudiger-zoller-lulas-brasilienweiterhin/

    Tim Cahill (Mitte), Brasilienexperte von Amnesty International in London, in Slum von Sao Paulo.

    “Das große Problem Brasiliens ist heute, daß der offizielle Diskurs nichts mit der politischen Praxis zu tun hat. Es wird weiter gefoltert und exekutiert, die Lage in den Gefängnissen ist nach wie vor grauenhaft und es gibt weiterhin Todesschwadronen und Sklavenarbeit. Echte Reformen werden durch wirtschaftliche und politische Interessen verhindert.”

    Atom-Hermesbürgschaft für Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/atom-burgschaft-fur-brasilien-bundesverband-christliche-demokraten-gegen-atomkraftcdak-kritisiert-mogliche-fdp-interessenkollision-der-fdp-politikerin-ulrike-flach/

    Jüdischer Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew zu deutsch-brasilianischer Atom-Kooperation, deutschen Automultis in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/der-judische-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-uber-die-deutsch-brasilianische-atomkooperation-weltsozialforum-2010/

    Günter Nooke: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/

    http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gravierende-menschenrechtsverletzungen-eindie-menschenrechtsverletzungen-sind-routine-alltaglich-und-allgemein-verbreitet-das-gefangnissystem-ist/

    « Gefängnishorror unter Lula: UNO-Menschenrechtskommission in Genf befaßt sich erstmals mit gegen Gesetz und Verfassung verstoßenden Haftbedingungen im Teilstaat Espirito Santo. Dossier mit Fotos von Zerstückelten. Günter Nooke, Oded Grajew. Deutscher Außenminister Guido Westerwelle besucht Brasilien. – Deutscher Außenminister Guido Westerwelle in Buenos Aires. “Es wird ein Kernanliegen meiner Außenpolitik sein, Türen für deutsche Unternehmer zu öffnen.” Reise-Schwerpunkt Brasilien mit Drei-Tage-Aufenthalt. Brasilia, Sao Paulo, Rio de Janeiro. »

    Der Contergan-Prozeß Ostern sind wir zu Hause!”

    11. März 2010  

    ZEIT-ONLINE Der Contergan-Prozeß

    ………………………………..(Hier können Sie weiter lesen, bitte hier klicken)

    Contergan WDR.de

    9. März 2010  

    Montage: Contergan-Packung und contergangeschädigtes Kind; Rechte: dpa/ddp/WDR[M], Kirsch


    Contergan-Opfer dürfen Boykott fordern

    Contergan-Opfer dürfen Boykott fordern
    Contergan-Opfern dürfen wieder zum Boykott gegen Produkte der Unternehmerfamilie Wirtz aufrufen. Das Kölner Landgericht hat seine einstweilige Verfügung gegen den Boykott aufgehoben. [mehr]

    Grünenthal zahlt 50 Millionen

    Die Arzneimittelfirma Grünenthal in Aachen hat nach eigenen Angaben 50 Millionen Euro in die Contergan-Stiftung eingezahlt. Die “freiwillige Sonderzahlung”, so das Unternehmen, solle die finanzielle Situation der Contergan-Betroffenen verbessern helfen. Die halten die Zahlung allerdings für viel zu gering. [mehr]

    Conterganopfer beenden Hungerstreik

    Ohne höhere Entschädigungen durchsetzen zu können, haben zwei Conterganopfer und eine Mutter ihren Hungerstreik in Bergisch Gladbach beendet. Sie kündigten aber an, erneut die Nahrung zu verweigern, falls ihre Forderungen nicht erfüllt würden. [mehr]

    Klage gegen Contergan-Film unbegründet

    Das Hamburger Landgericht hat vier Klagen gegen den Spielfilm über den Contergan-Skandal abgewiesen. Die Pharmafirma Grünenthal und ein früherer Opferanwalt hatten gefordert, Szenen zu verbieten. [mehr]

    Geht Profit vor Gesundheit?

    Die Contergan-Katastrophe vor 50 Jahren: Pharmaindustrie und Politik sagen, dies könnte heute nicht mehr passieren. Doch wie sicher sind Arzneimittel heute? Hart aber fair ließ einige Aussagen von Experten prüfen. [mehr]

    Was aus den Contergan-Kindern wurde

    50 Jahre nach Contergan: Aus den geschädigten Kindern sind Erwachsene geworden. Sie müssen mit ihren Behinderungen leben, mit Folgeproblemen fertig werden. Ihre persönlichen kleinen und großen Dramen beleuchtet eine WDR-Dokumentation. [Interview]

    Contergan: Umgang mit Zeitgeschichte

    Mit einem Jahr Verspätung zeigt die ARD den Zweiteiler zum Fall Contergan. Hersteller Grünenthal wollte vor Gericht die Ausstrahlung verhindern – vergeblich. Gebhard Henke, Fernsehfilm-Chef des WDR, über Klagen, Kultur und Kunstfreiheit. [Interview]

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    Ein Leben ohne Arme

    Das Medikament Contergan steht wie kein anderes für die Gefährlichkeit von Arzneimitteln – vor 50 Jahren kam es auf den Markt. Nach langem Rechtsstreit wird der Fernsehfilm zum Thema nun ausgestrahlt. [Fotos]

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    Der Mann, der Contergan stoppte

    Im Jahr 1961 standen Ärzte vor einem Rätsel: Warum wurden plötzlich so viele missgebildete Kinder geboren? Widukind Lenz glaubte, dass Contergan die Ursache ist. Der Humangenetiker veröffentlichte seinen Verdacht – und setzte seine Karriere aufs Spiel. [mehr]

    Die stolze Schwerstarbeiterin

    31 Schüler in der Klasse und drei Kinder zu Hause: Bärbel Drohmann weiß, was sie den Tag über zu tun hat. Wie viel Kraft dieses ausgefüllte Leben ohne Arme kostet, sehen ihr viele nicht an. [mehr]

    “Man hätte einiges verhindern können”

    War die Contergan-Katastrophe unvermeidbar? Was führte zur Rücknahme des Medikaments vom Markt? Auch Jahrzehnte später sind diese Fragen brisant. WDR.de stellte sie der Pharmazeutin Beate Kirk. [Interview]

    Vom Horrormittel zum Hoffnungsträger

    1961 wurde der Conterganwirkstoff Thalidomid vom Markt genommen – und erlebte kurz darauf ein Comeback. Denn die Substanz ist wirksam, wo andere Medikamente nicht helfen: bei Lepra, Aids und Krebs. Aber die Risiken bleiben. [mehr]

    Die zwei Gesichter von Thalidomid

    Der Wirkstoff Thalidomid wurde Tausenden von missgebildeten Kindern zum Verhängnis – und ist zugleich Hoffnungsträger für Leprakranke und Krebspatienten. Warum hat die Substanz zwei widersprüchliche Gesichter? [Fotos]

    Medikamentenforschung mit Tempolimit

    Aufwändige Tests und Kontrollen sollen die Arzneimittelsicherheit garantieren. Tun sie auch, sagen Experten. Und weisen darauf hin, dass sich eine Katastrophe wie Contergan doch nie ganz ausschließen lässt. [mehr]

    Hundert Jahre Gesetzeslücke

    Das erste deutsche Arzneimittelgesetz wurde 1961 beschlossen – im Jahr des Contergan-Skandals. Die Lehren aus der Katastrophe zog der Gesetzgeber aber erst 15 Jahre später. [mehr]

    Erfolgsstory mit katastrophalem Makel

    1845 kocht Andreas August Wirtz Seife. Heute beschäftigen seine Nachkommen bei Aachen weltweit mehrere Tausend Mitarbeiter. Eine glanzvolle Unternehmensgeschichte – bis die Firma Contergan vom Markt nehmen musste. [mehr]

    “Ich muss für alles kämpfen”

    Marion Dia hat weder Arme noch Hände. Die contergangeschädigte Kölnerin meistert ihren Alltag mit den Füßen – soweit das geht. Mit steigendem Alter nehmen die Einschränkungen zu. [mehr]

    Eine einzige Tablette reicht

    Wie viel Thalidomid eine Frau während der Schwangerschaft einnimmt, spielt für die Gefahr von Missbildungen am Embryo keine Rolle. Ob und wie er durch den Wirkstoff geschädigt wird, hängt vom Zeitpunkt der Einnahme ab. [mehr]

    Tragödie – Katastrophe – Skandal?

    Das Medikament Contergan verwandelte den Traum vom Schlaf ohne Nebenwirkungen in einen Albtraum. Die Chronik eines Medikamenten-Skandal und seiner Folgen. [mehr]

    Eltern mit Urteil unzufrieden

    Für Evelyn Neuenfeldt war es ein Schock, als ihr Sohn mit Missbildungen zur Welt kam. Sie und ihr Mann waren später Nebenkläger im Contergan-Prozess. Mit dem Ausgang sind sie noch immer unzufrieden. [mehr]



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    INTERNATIONALER FRAUENTAG

    8. März 2010  

    Die 40-jährige Anita Langmann

    Die 40-jährige Anita Langmann

    Familienmanagerin 2009, Anita Langmann (Bild: APA/Henrik Wiemer)
    INTERNATIONALER FRAUENTAG

    Reportage: Managerin ohne Spitzengehalt


    In Deutschland ist vor wenigen Wochen die Familienmanagerin des Jahres 2009 ausgezeichnet worden: Anita Langmann, eine Niederösterreicherin die es auf bemerkenswerte Weise schafft unzählige Aufgaben zu erfüllen.

    Contergan: Mit verkürzten Armen geboren

    Die 40-jährige Anita Langmann ist eine – wie jetzt auch offiziell bestätigt – exzellente Familienmanagerin.

    Seit drei Jahren hilft ihr ein Begleithund bei gewissen Tätigkeiten, die ihr durch ihre verkürzten Arme und fehlenden Daumen schwer fallen. Sie selbst ist ein Conterganopfer und wurde mit verkürzten Armen geboren.

    Aus eigenen Erfahrungen: Kraft und Stärke für die Familie getankt.

    Drei Kinder: Ein Sohn hat Down-Syndrom

    Neben ihrer Teilzeitbeschäftigung bei der BH in Melk meistert Anita Langmann ihren Alltag, die fünfköpfige Familie – und versucht, ihrem fast 17-jährigen Sohn Philip, der am Down-Syndrom leidet, die beste Ausbildung zu ermöglichen.

    Sie selbst hatte da weniger Glück. “Ich hätte gern die Modeschule in Krems besucht, die haben mich gleich abgelehnt. In St. Pölten hat die Handelsschule uns nicht einmal Aufnahmebögen geschickt.”

    Diese Erfahrungen haben Anita Langmann, nach eigenen Angaben, geprägt. “Ich habe sicher daraus gelernt und gehe vielen auf die Nerven, weil ich nicht locker lasse.” Ihr Sohn war vom Kindergarten bis zur Hauptschule in ganz normalen Klassen integriert.

    Video abspielen

    Von klein auf mit Behinderten leben lernen
    Integration ist ein wichtiges Thema für Anita Langmann. Sie engagiert sich in verschiedenen Selbsthilfegruppen.

    “Es gibt nichts besseres, als das man Menschen von klein auf kennelernen, welche Bedürfnisse bei behinderten Menschen vorherrschen und wie man untereinander umgeht”, so die Familienmanagerin des Jahres 2009.


    Zur Auszeichnung: “Hätte es nie gedacht”

    Bei so viel Iniative, kommt die Auszeichnung zur Familienmanagerin in Berlin gerade recht.

    Die dreifache Mutter zeigt sich überwältigt, “ich hätte es nie gedacht – man hat das Gefühl, dass es von den anderen auch anerkannt wird.”

    Ganz nebenbei holt Anita Langmann übrigens derzeit die Matura an der Abendschule nach.

    Quelle: http://noe.orf.at/stories/427943/

    VIDEO:

    Familienmanagerin des Jahres gewählt – kewego
    Die Österreicherin Anita Langmann ist die Gewinnerin der Initiative Familien-Managerin des Jahres. Die Entscheidung wurde am Donnerstag in berlin bekanntgegeben. Die Unternehmensgruppe Vorwerk ehrt mit dem Preis besondere Leistungen von Müttern und Vätern. Die 40-Jährige Anita Langmann managt eine fünfköpfige Familie, arbeitet als Angestellte und macht „nebenbei“ ihr Abitur nach. Außerdem engagiert sich die contergangeschädigte Österreicherin in einer Selbsthilfegruppe und fördert intensiv ihren ältesten Sohn, der mit Down-Syndrom zur Welt kam.

    Weitere Links: http://www.network-karriere.com/index.php?module=News&func=display&lang=en&sid=18141

    http://www.ots.at/presseaussendung/OBS_20100204_OBS0012

    http://www.presseportal.de/pm/19484/1556199/vorwerk_co_kg

    http://www.lisa-freundeskreis.de/projekte-und-produkttests/gewaehlt-die-familien-managerin-2009

    http://www.bunte.de/lifestyle/mut-zur-familie-familien-managerin-2009-gekuert_aid_14988.html

    http://www.morgenpost.de/berlin/leute/article1251814/Unternehmen-ehrt-Anita-Langmann.html

    http://kundendienst.orf.at/programm/fernsehen/orf2/stoeckl/90509.html#2

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